"Die Welt der Wildkräuter ist wunderbar."

Wildpflanze des Monats

Wiesenschaumkraut

Wiesenschaumkraut

Wiesenschaumkraut

(Cardamine pratensis)

Wenn das Wiesenschaumkraut beginnt zu blühen, dann beginnt für mich wirklich der Frühling. Nicht zu übersehen, werden die Wiesen, wenn auch nur für kurze Zeit, mit zarten Blütenständen übersät und beginnen violett zu leuchten. Diese Blütenpracht wirkt als ob die Wiese schäumt.

Das Wiesenschaumkraut erfreut sich vieler Volksnamen. So zum Beispiel kennt man „Bettrunzer“, was wohl auf die harntreibende Wirkung verweisen soll. Es heißt aber auch „Muttertagsblume“, oder Kuckucksspeichel, oder Hexenkraut und viele andere mehr.

Der Name “Cardemine" kommt aus dem Griechischen und deutet wohl auf die Kresse Herkunft hin.“Pratensis“ ist lateinisch und bedeutet so viel wie freiwachsend, also in der freien Natur.

Zu finden ist das Schaumkraut auf Feuchtwiesen und an Auwäldern leicht schattig bis sonnig. Zur Fortpflanzung hat die Pflanze eine bemerkenswerte Verbreitungsstrategie entwickelt. Es kann neue Wurzeln bilden, sogar wenn sie schon verletzt sind und ihren Samen explosionsartig über 2m weit werfen.

Die 10-60cm große kresseartige Pflanze gehört zur Familie der Kreuzblütler. Sie hat schmale Stängelblätter und 4-zählige Blüten, oft violett bis blass rosa.

Inhaltsstoffe und Heilwirkung des Wiesenschaumkrauts

Wiesenschaumkraut
Das Wiesenschaumkraut ist reich an Senölglykoside, Bitterstoffen, Vitamin C und Mineralien. Ähnlich wie alle Kressegewächse hat das Wiesenschaukraut stoffwechsel-,appetitanregende und harntreibende Wirkung. Aus diesem Grund kann sie auch hervorragend für eine entschlackende Frühjahrskur kulinarisch zum Einsatz kommen, aber auch im Tee werden seine Wirkstoffe entfaltet. In der Volksmedizin wird es auch bei Rheuma, krampfartigen Schmerzen und bei Husten eingesetzt.

Eine erhöhte Dosis sollte jedoch vermieden werden, um eine Reizung der Magenschleimhaut und Niere zu vermeiden.

Verwendung und Aufbewahrung des Wiesenschaumkrauts

Das Wiesenschaumkraut ist ein ganz besonderer Leckerbissen unter den Wildkräutern, ist es doch besonders jetzt im Frühjahr erfrischend, appetitanregend und sättigend zugleich.

Von April bis Mai sind die zarten senfartig schmeckenden Blätter, Triebe und Blüten besonders zur Bereicherung von Salaten, Suppen, Dipp`s, Quark und Frischkäse geeignet. Die zarten Blüten und Blätter des Wiesenschaumkraut können getrocknet als Tee aufbewahrt werden, er beruhigt die Nerven und löst Verkrampfungen.

Aber auch als schöner Tischschmuck macht das Schaumkraut echt eine gute Figur.

Verwechslungsmöglichkeiten des Wiesenschaumkrauts

Wiesenschaumkraut
Vor der Blüte ist das Wiesenschaukraut auf der Wiese kaum auszumachen, da sieht man nur die am Boden liegende Blattrosette. Wenn jedoch der Stängel sich in die Höhe reckt und die ersten Blütendolden sichtbar werden, dann ist das Wiesenschaumkraut deutlich zu erkennen. Ein Blatt vom Stängel gekostet bringt dann schnell Klarheit, es schmeckt kresseartig.

Häufig zu beobachten sind schaumartige Nester, welche von der Wiesenschaumzirkade stammen, die in die Blattachseln und Blütendolden ihre Eier ablegt.

Es gibt mehrere Schaumkräuter, welche sich nur gering unterscheiden, jedoch alle eines gemeinsam haben, nämlich das sie alle essbar sind. Sollten Sie sich unsicher sein, sammeln Sie nur jene Pflanzen die Sie wirklich kennen, informieren Sie sich erst, ob Sie richtig liegen oder besuchen bessern noch einen Kräuterkurs.

Eine Möglichkeit wie das Wiesenschaumkraut zu einer leckeren Creme verarbeitet werden kann, habe ich auf meiner Seite
Rezept des Monats zusammengefasst.