"Die Welt der Wildkräuter ist wunderbar."

Wildpflanze des Monats Juni

Giersch

Giersch

Giersch

(Aegopodium)

Kaum ein Kraut gibt es, was so manchen Gärtner fast an den Rand der Verzweiflung bringt wie der Giersch. Hier hilft nicht das bloße Raushauen, denn seine unter der Erde verzweigten Wurzeln lassen ihn immer wieder austreiben.

Da habe ich seit einiger Zeit eine andere, bessere Variante für mich entdeckt, er wird einfach geerntet und aufgegessen.

Der Girsch treibt schon recht früh im Jahr seine zarten leicht nach Möhre und Petersilie schmeckenden fein gezähnten in drei Abschnitten wachsenden Blätter aus unserem lockeren Gartenboden, aber auch wild wachsend ist er immer in großen Kolonien anzutreffen.

Zunächst wachsen erst die Blätter einzeln und im Frühsommer drücken sich dann kräftige,fein gerillte hohle Stängel nach oben.

Die Blütendolden aus ca. 20 Strahlen und kleinen weißen, selten rosafarbenen Sternchenblüten, spannen sich wie ein Schirm auf.

Er wächst 30cm bis 100 cm hoch ist vorzugsweise in feuchten schattigen Busch-und Waldgegenden anzutreffen.

Der Geruch des Giersch erinnert an Sellerie, Möhre und Petersilie.

Der Geschmack ist so typisch,da liegt es auf der Hand, das der Giersch kulinarisch zum Einsatz kommt.
Gierschblütenknospe

Inhaltsstoffe und Heilwirkung des Giersch

Der Giersch enthält viele Mineralien, Vitamine, Ähterische Öle, Flavonoide, Phenolcarbonsäuren und ausserdem Harz.

Auf Grund seiner Inhaltsstoffe ist Giersch schonend harntreibend, entzündungshemmend und entsäuernd, was in der Volksheilkunde zur Behandlung von Gischt und Rheuma eingesetzt wird.

Aber auch bei Verbrennungen und Insektenstichen wird äußerlich das zerquetschte Kraut für Umschläge verwendet.

Verwendung und Aufbewahrung des Giersch

Die zarten Blätter des Giersch können nahezu das ganze Jahr über geerntete werde, noch dazu, wenn er im eigen Garten an Übermass gewinnt.

Hier hilft nur eines, einfach alles ernten, nur so kann man dem sogenannten „Unkraut“ Einhalt gebieten.
Alle Liebhaber von Wildkräutersalat, Aufläufen, Wildkräutersalat oder Wildkräutersalz bekommen mit Giersch die beste Grundlage für viele Gerichte.

Da es sich bei Giersch um ein Wildgemüse mit kurzer Lagerdauer handelt, empfehle ich das Gemüse in den Morgenstunden zu ernten und möglichst noch am gleichen Tag zu verspeisen.

Weil ich gern meine Smoothies etwas auf Vorrat herstelle, habe auf der folgende Seite mein
Rezept des Monats mit Erdbeeren und Giersch zum nachmachen niedergeschrieben.

In Glasflaschen abgefüllt und gut gekühlt hält sich bei mir der Smoothie ca. 3-5 Tage im Kühlschrank.

Verwechslungsmöglichkeiten des Giersch

Auch wenn der Giersch schon ziemlich eindeutige Erkennungsmerkmale hat, kann er doch leicht mit anderen Doldenblütlern verwechselt werden. Auch eine Verwechslung mit einer jungen Holunderpflanze ist nicht ganz auszuschließen.

Sollten Sie sich unsicher sein, sammeln Sie nur jene Pflanzen die Sie wirklich kennen, informieren Sie sich erst, ob Sie richtig liegen oder besuchen bessern noch einen Kräuterkurs.

Wenn Sie in meiner Nähe wohnen, kann ich Ihnen gern meinen ganz gewöhnlichen Wildkräutergarten zeigen und bei einem Kurs alles erklären.
Rezept des Monats