"Die Welt der Wildkräuter ist wunderbar."

Wildpflanze des Monats

Sanddorn

Sanddornstrauch

Sanddorn

(Hippophae rhamnoides)

Lange war der Sanddorn in unseren Breiten kaum bekannt und das er außerdem noch ein richtiger Kraftprotz in Punkto Vitamin C ist, wird erst in den letzten Jahrzehnten mehr und mehr in Heilmitteln und als Leckerbissen kulinarisch genutzt.

Der Sanddorn hat viele Volksnamen, so kennt man ihn auch als Haffdorn, Seedorn, Stranddorn, Stechdorn, Korallenbeerdorn und viele mehr.

Die ursprüngliche Heimat des Sanddorn ist Nepal.

Eiszeitliche Verschiebungen führten zur weiten Verbreitung auch nach Europa. Auch in Deutschland ist er in allen Bundesländern verbreitet, es gibt jedoch vor allem in den neuen Bundesländern und in den nordischen Küstenregionen mehrere zerstreute Bestände.

Er liebt kalkhaltige Sand- und Kiesböden in sonnigen Lagen in der Ebene, sowie in Höhenlagen bis zu 1800 Meter in den Alpen und bis zu 5000 Meter in Asien.
Sanddorn-Früchte
Der Sanddorn aus der Familie der Ölweidengewächse (Elaeagnaceae) stellt seine Früchte gewöhnlich den ganzen Winter über zur Verfügung. Für Vögel, wie z. B. den Fasan, sind sie deshalb besonders in der kalten Jahreszeit eine wertvolle Nahrungsquelle.

Der dornenreiche, stark verzweigten Busch wächst als sommergrüner Strauch und erreicht Wuchshöhen von 1 bis 6 Metern. Die meist rissige Rinde ist braun bis schwarz.

Die weidenähnlichen Laubblätter sind wechselständig angeordnet, 40-80 Millimeter lang mit glattem Blattrand und an der Blattunterseite mit weiß-filziger Behaarung.

Der Sanddorn ist zweihäusig (diözisch) und blüht vor dem Laubaustrieb. Die kleinen gelblichen, eingeschlechtigen Blüten werden in Mitteleuropa ab März sichtbar.

Von Anfang August bis Anfang Dezember bringt die Pflanze dann die leuchtenden 6 bis 8 mm langen, ovalen, orangeroten bis gelben Früchte hervor.

Inhaltsstoffe und Heilwirkung des Sanddorn

Die Früchte des Sanddorns sind für ihren ungewöhnlich hohen Vitamin-C-Gehalt bekannt und werden insbesondere in Nahrungsmitteln und Getränken sowie in Hautpflegeprodukten verarbeitet.

Der durchschnittliche Vitamin C Gehalt von 50 mg pro 100 g bei Zitronen oder Orangen werden mehrfach übertroffen.

Veganern zur Freude enthält Sanddorn in geringen Mengen auch Vitamin B12, welches sonst fast ausschließlich in tierischer Nahrung vorkommt. Dieses entsteht durch eine Symbiose mit Bakterien auf der Außenschale der Beere.
Sanddorn (Hippophae rhamnoides)

Verwechslungsmöglichkeiten des Sanddorn

Die Frucht des Sanddorn ist unter Umständen mit dem Feuerdorn verwechselbar, welcher zwar nicht giftig ist, roh sollte er jedoch nicht verzehrt werden.

Sollten Sie sich dennoch unsicher sein, sammeln Sie nur die Früchte, die Sie wirklich kennen. Informieren Sie sich erst, ob Sie richtig liegen oder besuchen bessern noch einen Wildpflanzenkurs.

Verwendung und Aufbewahrung des Sanddorn

Das gesunde Wildobst lässt sich zu vielerlei Köstlichkeiten verarbeiten. Aus den leckeren und gesunden Sanddornfrüchten lassen sich so mancherlei Produkte herstellen. Beliebt sind besonders Sanddornsaft, Tee, Wein oder Schnaps. Man kann Sirup, Bonbons, Mus oder Brotaufstrich aus den Früchten des Sanddorns herstellen.

Wegen seines säuerlichen Geschmacks eignet sich Sanddorn hervorragend für Süßspeisen und Schokolade.
Auch eine Möglichkeit ist es, aus dem Fruchtmark der Sanddornfrüchte eine feine Sanddorn Praline zu machen.

Auf meiner Seite „
Rezept des Monats“ habe ich ein Rezept zusammengestellt.

Sanddorn lässt sich einfrieren, Trocknen und als Fruchtmus hervorragend konservieren. Die meisten Vitamine, Inhaltsstoffe und Heilwirkungen gehen aber nach längerer Lagerung verloren. Also frisch gepflückt, frisch verarbeitet und frisch verzehrt.